[Alug] Geräuschsituation bei den Mittwochstreffen
Dr. Fabian Kiendl
fabian at physicist.de
Fre Jun 11 19:33:51 CEST 2010
Bei unserem letzten Mittwochstermin war es zur Abwechslung mal wieder
richtig gemütlich. Als treuer Husar der Frühschicht habe ich es
geschafft, eine Handvoll der begehrten Plätze draußen vor der
Vielharmonie zu grabben. So waren Unterhaltungen am Tisch möglich, und
natürlich habe ich das Thema "möglicher Umzug" angeschnitten. Daher hier
eine kurze Zusammenfassung.
Es kristallisierte sich die Tendenz heraus, dass ein wesentlicher Sinn
der ALUG doch eine Anlaufstelle im öffentlichen Raum sein soll, die auch
dann für Neulinge offen ist, wenn die Alteingesessenen erst später
kommen. Das ist in der Tat bei einem Hackerspace strukturell anders. Da
ist genauo solange auf, wie jemand mit Schlüsselgewalt anwesend ist.
Auch war eine gewisse Abneigung gegen Vereinsbürokratie, die der von uns
bisher immer so gelebten jugendlichen Spontaneität abträglich ist, zu
vernehmen. Somit geht das Meinungsbild, was den öffentlichen Treff am
Mittwoch angeht, doch eher dahin, dass wir ihn im öffentlichen Raum
belassen.
Jetzt sind Ideen gefragt, wohin. Auf der Pontstraße kann man es
vergessen, ohne irgendeine Garantie, wieviele Essen und Getränke
letztendlich abgesetzt werden, eine größere Anzahl Plätze mit Beschlag
zu belegen. Da ist zur studentischen Prime-Time abends einfach alles
voll und laut. Man muss also ein bisschen weiter weg vom Schuss gehen.
Unter anderem was das alte Zollhaus in der Diskussion, wobei das auch
recht gut bekannt, also gut besucht ist. Selbst das Meisenfrei bei mir
um die Ecke in der Südstraße war gut gefüllt. Die Reservierung eines
kompletten abgetrennten Saales so, dass man garantiert ungestört ist,
kenne ich nur so, dass dafür eine Saalmiete von vielleicht 15 oder 20
Euro fällig wird - also rein spontan und ohne jede Organisation nicht zu
haben.
Möglicherweise macht sich hier schlicht und einfach bemerkbar, dass der
eine oder andere Laden die Einführung des Euro und die entsprechenden
Preiserhöhungen nicht überlebt hat. Früher gab es etwa an meiner Ecke
auf der Südstraße geschätzte dreimal soviel Kneipenplätze wie jetzt. Man
arbeitet jetzt wie die Fluggesellschaften: leer ist gemütlich, aber Geld
verdient ein Raum nur dann, wenn er voll ist.
Jetzt im Sommer könnten wir Glück haben und an der überwiegenden Zahl
der Mittwochstermine a) gutes Wetter und b) Plätze draußen vor der
Vielharmonie vorfinden. Parallel hierzu könnte man darüber nachdenken,
ob nicht vielleicht doch ein paar von uns Mitglieder im FeD e.V. / CCC
Aachen werden sollten. Dann könnte man die Mittwochstreffs als mehr oder
weniger gemütliches Beisammensein lassen wie bisher, sich aber im
kleineren Kreis den einen oder anderen Tag für produktivere Aktivitäten
im Hackerspace verabreden. Diese sind, darin waren sich alle einig,
völlig aussichtslos, wenn nebenan eine Geburtstagsgruppe aus vollen
Kehlen schmettert.
Auf gute Beute beim Verteilungskampf um die Plätze
Fabian