[Alug] Debian Paketmanagment

Christoph Maurer christoph.maurer at iaew.rwth-aachen.de
Die Sep 16 16:29:48 CEST 2003


* Am Die, 16 Sep 2003 schrieb Gunter Ohrner:
> Am Montag, 15. September 2003 20:39 schrieb Ingo Kappler:
> > Desktopsystem? Ich habe mir für kde 3.1.3 den entsprechenden Link "deb
> > http://download.kde.org/stable/3.1.2/Debian stable main" in die
> > sources.list eingetragen. Allerdings ist mein derzeitiger Eindruck, das
> 
> Ok.
> 
> > ich am besten für jedes neuere "Sonderpaket" (Openoffice, koffice,
> > Mozilla, Java) einen eigenen Eintrag bräuchte, sofern irgendwer,
> > irgendwo die Pakete auf Debian stable zurückportiert hat.
> 
> Richtig.

Mache ich auch so, es gibt allerdings Leute, die eine ganze Menge
Pakete zurückportiert haben, dann braucht man keine so riesige
sources.list. 

Siehe z.B. http://www.fs.tum.de/~bunk/packages/
oder 
http://people.debian.org/~nobse/


> 
> > Ich habe auch mal über ein Mischsystem (z.B. stable und unstable)
> > nachgedacht, finde das aber zu riskant. Der Mozilla aus Debian unstable
> 
> Läuft aber eigentlich erstaunlich gut.

Unstable sollte man aber nur machen, wenn das kein Produktivsystem
ist und man sehr genau weiss, was man tut. Außerdem hat man
eigentlich in den allermeisten Fällen kein Mischsystem, sondern
steigt quasi komplett auf unstable um, alleine wegen der libc und
gcc-bedingten Updates. Ausserdem sind Security-Updates nur bei
stable gewährleistet...

> 
> > will schließlich gleich jede Menge libs aktualisieren. Ziehe ich ihn mir
> 
> Das ist natürlich wahr. Im Laufe der Zeit werden immer mehr "unstable"-Pakete 
> in das System gezogen. Ich habe seit einiger Zeit Desktop und Laptop komplett 
> auf Unstable umgestellt, das klappt eigentlich auch sehr gut und macht auch 
> nicht mehr Probleme als meine SuSE mit einigen selbstkompilierten Sachen 
> vorher. Falls doch mal igrendetwas haarsträubend danebengangen sein sollte 
> bei einem Paket, warnt apt-listbugs vor einem Update. Ich habe allerdings 
> auch immer gerne von allem die neueste, bzw. zumindest eine aktuelle, 
> Software-Version. (KDE, OpenOffice.org & Co.)

> 
> > deb's. Ok, vielleicht kann man ja mit einem komplexen Pinning einiges
> > erreichen...?

Das ist dann erstens sehr komplex, verhindert aber auch nicht ein
Update der wichtigsten Systembibliotheken auf unstable bei den
meisten Paketen...

> 
> Das "'reinziehen" der Bibliotheken aus "Unstable" kannst du damit nicht 
> verhindern. Pinning erlaubt dir nicht, bei Paketen Abhängigkeiten zu brechen. 
> Du könntest versuchen, mit "apt-get -b source <paket>" das gewünschte Paket 
> für dein System zu recompilieren, aber das wird natürlich gerade bei so 
> Riesendingern wie OpenOffice.org oder KDE was schwierig, und du verlierst den 
> Komfort von aptitude oder apt-get.

Mache ich trotzdem bei Sachen, für die ich keine Backports finde...

> 
> > Die kde-Lösung mit der Rückportierung erscheint mir noch am besten.
> 
> Wie gesagt, Gemischtsystem oder gar komplett Unstable funktioniert auch sehr 
> gut, ansonsten, kennst du http://www.apt-get.org ?

Nutze ich auch, zumindest für KDE, oo.org, Gnome, Mozilla...
Bei den kleineren Programmen kann ich hingegen meist gut mit den
Woody-Versionen leben...

Gruß

Christoph 

-- 
Dipl.-Ing. Christoph Maurer <christoph.maurer at iaew.rwth-aachen.de>
Leiter der Forschungsgruppe Netzplanung und -betrieb
Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW) der RWTH Aachen 
Schinkelstr. 6 - 52056 Aachen - Tel: 0241/80-96713 - Fax: 0241/80-92197
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